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Wohnen im Landkreis ist teuer!

Der Bericht des Immobilienverbandes Deutschland bringt es zu Papier: Wohnen im Landkreis ist teuer. Makler Peter Schneider blickt im Interview in die Zukunft.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Wohnen im Landkreis ist teuer. Wer daran noch Zweifel hatte, der findet den Beweis im Bericht des Immobilienverbandes Deutschland (IVD). Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Dominik Stallein richtet der IVD-Marktberichterstatter für den Landkreis, Immobilienmakler Peter Schneider, den Blick in die Zukunft. Er rechnet damit, dass sich der Markt allmählich beruhigt. Er sagt aber auch: Billig wohnen – das wird es zwischen Isar und Loisach kaum mehr geben.

Herr Schneider, wie wird sich der Immobilienmarkt entwickeln?
Der ganz große Boom flacht jetzt bereits ab. Diese Entwicklung wird so vermutlich weitergehen. Seit 2013 gab es enorme Preissteigerungen. In Geretsried zum Beispiel hat man für eine Neubau-Eigentumswohnung im Schnitt 3000 Euro pro Quadratmeter gezahlt. 2018 lag der Preis bei 4500 Euro. Eine saftige Steigerung in fünf Jahren. Wenn man aber sieht, wie sich der Mietmarkt in den vergangenen zwölf Monaten entwickelt hat, erkennt man, dass die Kurve nicht mehr ganz so steil bergauf geht. Ich persönlich rechne mit einer Phase, in der sich der Markt mit kleineren Sprüngen beruhigt.

Das heißt, das Wohnen bleibt teuer?
Eins ist aber auch klar: Billiger wird’s nicht werden. Das derzeitige Preisniveau wird ähnlich bleiben. Wir sind an einem Punkt angelangt, von dem aus es nicht mehr so weitergehen wird. Die aktuellen Preise sind vielleicht das Ende der Fahnenstange. Auch wenn es in Ausnahmen vielleicht Verschiebungen nach oben geben wird – so extrem wie in den vergangenen fünf Jahren wird die Erhöhung aber nicht mehr. Vieles hängt auch davon ab, wie sich die Zinssituation entwickeln wird. Auch wenn die meisten Experten davon ausgehen, dass sich heuer nicht viel tun wird, muss man die Situation trotzdem beobachten. Die Konjunktur läuft nicht mehr so rund, das Wirtschaftswachstum wird kleiner. Wie darauf reagiert wird, bleibt spannend.

Der Bevölkerungsdruck ist immer noch groß. Wie können Kommunen darauf reagieren?
Das hängt natürlich von den Voraussetzungen der jeweiligen Kommune ab. In Geretsried gibt es große Bauflächen, die ja bereits ausgewiesen wurden. In Wolfratshausen ist die Situation völlig anders: Weil die Stadt geographisch eingeengt ist, kann man hier keine Wunder erwarten. Wenn man nicht jede grüne Wiese zupflastern möchte, dann kann weiter man verdichten und mit den Bauvorhaben etwas mehr in die Höhe gehen, wenn es in die Landschaft passt.

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