Java Script ist deaktiviert!

Damit die Seite mit vollem Funktionsumfang korrekt dargestellt werden kann, muss Java Script aktiviert sein.

Corona Krise

Unser Service in der Krise

PRESSEMITTEILUNG: 22. April 2020

Sind Immobilien nach Corona noch gefragt?

Gegenfrage, warum sollte plötzlich kein Bedarf an Immobilien mehr bestehen? Der Wohnraummangel wird sich durch Corona keinesfalls in Luft auflösen. Wie sehr die Corona-Krise den Immobilienmarkt belasten wird, bleibt abzuwarten. Eine radikale Kehrtwende auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt mit abstürzenden Preisen und Mieten, wie sie einige Medien bzw. Experten prophezeien, ist unserer Auffassung nach aber nicht in Sicht.

Momentan befindet sich der Immobilienmarkt in einer Art Schockstarre, an der auch der staatlich verordnete Shutdown seinen Anteil hat. Wohnungsbesichtigungen sind aktuell nur in Ausnahmesituationen möglich. Als triftiger Grund zum Verlassen der eigenen Wohnung gilt ein solcher Termin nur, wenn ansonsten Wohnungslosigkeit oder Leerstand drohen würden. Insofern sind die Möglichkeiten, Immobilien zu verkaufen oder zu vermieten, gerade stark eingeschränkt.

Und wie geht´s weiter? Der Immobilienboom wurde durch Corona abgebremst. Vielleicht müssen wir auch aufgrund der wirtschaftlichen Ungewissheit, in der sich viele Menschen momentan befinden, für manche Objekte zumindest temporär mit Preisrückgängen rechnen. Sicher ist das aber nicht, denn ein Preisrückgang entsteht durch sinkende Nachfrage. Die sehr hohe Nachfrage der letzten Zeit wurde durch die historisch niedrigen Zinsen und, ein Stück weit, auch durch die Angst vor einem Verfall des Geldwertes generiert. Bei beiden Faktoren sehen wir bisher keine Anzeichen für eine Änderung, sie sind nach wie vor gegeben.

Was die langfristigen Entwicklungen der Immobilienpreise angeht: Hier gilt es, sorgfältig zu differenzieren, schließlich trifft die auf Corona voraussichtlich folgende Wirtschafts- und Währungskrise die einzelnen Marktsegmente unterschiedlich hart. Einschnitte sind wohl vereinzelt bei Gewerbeimmobilien zu erwarten. Für manche Objekte dieser Art ist aber ebenso gut ein Preisanstieg möglich: Vor allem bei den Logistik-Immobilien könnte die Nachfrage durchaus auch steigen.

Im Wohnimmobilien-Segment ist mit Notverkäufen zu rechnen, allerdings wird sich die Anzahl dieser „Schnäppchen“ in Grenzen halten. Die allermeisten Immobilienkäufer haben ihr Wohneigentum solide und weitsichtig finanziert. Die meisten Immobilien in unserer Gegend befinden sich im Eigentum von Menschen, die entweder selbst darin wohnen oder sie für langfristige Anlagen wie die private Altersvorsorge nutzen. Solche Immobilieneigentümer tätigen doch, anders als Spekulanten, keine Panikverkäufe, sobald eine wirtschaftliche Rezession droht.

Speziell zu den Wohnimmobilien ist noch zu sagen: Der Mangel an Wohnraum wird sich nach dem Corona-bedingten Shutdown nicht in Luft aufgelöst haben. Wo sollten die Leute denn auch auf einmal hin? Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis, und bleibt es auch.

Dass viele Vermieter aktuell verunsichert sind, ist mehr als verständlich. An dieser Stelle sei noch einmal ganz klar gesagt: Die Zahlungspflicht der Mieter bleibt bestehen. Sollten Mieter mit ihren Zahlungen in Verzug kommen, darf ihnen deshalb nicht der Mietvertrag gekündigt werden. Aber trotzdem gilt die Miete nicht als erlassen, sondern nur gestundet. Und sollten gerade Privatpersonen zum Beispiel aufgrund eines Jobverlustes wirklich zahlungsunfähig werden, bietet das in Deutschland aktuell gut funktionierende soziale Netz auch Vermietern zusätzliche Sicherheit.

Was die Finanzierungsbedingungen für Immobilienkäufer betrifft, wird sich gerade wegen der krisenbedingten Rezession sicherlich nichts an der aktuellen Zinslage ändern. Wer eine Immobilie kauft, wird auch weiterhin von den günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren. Die eldpolitischen Lockerungen der Europäischen Zentralbank, insbesondere die ausgeweiteten Anleihekäufe, werden die Zinsen auf absehbare Zeit niedrig halten.

Alles in allem wird der Immobilienmarkt nach der Schockstarre wieder in Gang kommen. Experten und Wirtschaftsinstitute wie das IW Köln gehen davon aus, dass die Preise nicht oder nur leicht fallen bzw. mittel- bis langfristig sogar weiter steigen werden, weil Menschen angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten lieber in Immobilien investieren, als ihr Geld in anderen Bereichen auszugeben.

Wir als Makler dürfen übrigens sehr wohl zu unseren Kunden, um zu beraten oder auch um Bewertungen durchzuführen. Viele von uns haben außerdem mit online-Bewertungstools und Video- Besichtigungen einzelner Objekte ihren Service noch erweitert. Zoom- oder Skype-Meetings sind sowieso jederzeit möglich. Unser Tipp: Nutzen Sie die Zeit.

Bleiben Sie gesund!

Peter Schneider

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Liebe Kunden und Geschäftspartner,

wir nehmen die Vorgaben der bayerischen Staatsregierung ernst und haben unsere Arbeit ins Home Office verlegt. Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen natürlich weiterhin telefonisch oder per E-Mail zu Objekten und allen Fragen rund um die Immobilie zur Verfügung.
Die aktuellen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens durch die Corona-Epidemie führen zu vielen Fragen und Verunsicherungen. Hier die wichtigsten Antworten des Berufsverbands IVD Süd unserer Branche betreffend:

Berufliche Tätigkeiten sind aktuell (noch) erlaubt, d.h. wir dürfen als Makler zu Immobilien fahren und dort Tätigkeiten ausüben (Bewertung, Beratung).
Besichtigungen: Sie sind nach strenger Auslegung nicht gestattet, da eine Besichtigung für den Interessenten im Allgemeinen keinen triftigen Grund darstellt. Läuft ein Mieter Gefahr ohne die Anmietung einer Wohnung während der laufenden Allgemeinverfügung ohne Bleibe dazustehen, könnte dies u.U. einen triftigen Grund darstellen.
Besprechungen in Geschäftsräumen: Mandanten, Kunden ist es nicht gestattet, Geschäftsräume von Steuerberatern oder Anwälten zu besuchen. Dieser Punkt lässt sich auch auf Immobilienunternehmen übertragen.
Umzüge, Übergaben: Bei Umzügen dürfte es eher zutreffen, dass ein triftiger Grund vorliegt. Ein Umzug wird regelmäßig dann durchgeführt, wenn infolge einer Kündigung des Mietverhältnisses der bisherige Mieter aus- und ein neuer Mieter einziehen muss. Hier wird im Einzelfall eine rechtliche Verpflichtung bestehen, dass jedenfalls der weichende Mieter seine Wohnung verlassen muss. Ein Umzugsunternehmen darf den Umzug durchführen. Keinesfalls sollen Freunde und Familie beim Umzug anpacken, sofern es nicht Angehörige des eigenen Hausstandes sind. Ähnlich wird man es sehen müssen, wenn ein Objekt verkauft wird und der Stichtag für den Besitzübergang in die Zeit der Geltung der Allgemeinverfügung fällt.
Notartermine: Der Gang zu Notaren ist ein trifftiger Grund im Sinne der Allgemeinverfügung zur Ausgangsbeschränkung und damit weiter nach vorheriger Terminabsprache möglich. Jedoch bittet die Landesnotarkammer Bayerns, Anliegen zu nicht eilbedürftigen und dringenden Rechtsgeschäften zurückzustellen.

Und selbstverständlich, sind Mindestabstand und Gebot zur Minimierung von Sozialkontakten zu beachten!

Weitere Informationen erhalten Sie hier auf der Seite des IVD Süd e.V.

Bleiben Sie gesund!

Viele Grüße
Ihr Peter Schneider mit Team